Zwei Wortmeldungen auf der Jahrestagung von IWF und Weltbank und eine Messung der New Yorker Fed weisen auf denselben Punkt. Der erste Job nach dem Studium ist weniger gefragt und liegt häufig unter dem Niveau des Abschlusses.
Am Montag, dem 12. Oktober 2026, sagte Singapurs Präsident Tharman Shanmugaratnam in Bangkok, künstliche Intelligenz verringere bereits die Nachfrage nach Einstiegsjobs für Hochschulabsolventen. In den USA arbeiten nach Angaben der New Yorker Fed 42 % der Absolventen zwischen 22 und 27 Jahren in Tätigkeiten, für die in der Regel kein Studienabschluss nötig ist[1].
Wer in Bangkok gesprochen und wer gemessen hat
Tharmans Worte stammen von Reuters und wurden vom HCA Magazine aufgegriffen. „Es gibt ein Problem, das wir sehr bald angehen müssen“, sagte der Präsident. „Die erste Sprosse der Karriereleiter ist heute weniger gefragt.“
Tharman fügte hinzu, die Belege seien in den Branchen am deutlichsten, die der künstlichen Intelligenz am stärksten ausgesetzt sind.
Am selben Tag sprach die geschäftsführende Direktorin des IWF, Kristalina Georgieva, von einem „langsamen Tsunami“ für den Arbeitsmarkt[2], wie Bloomberg berichtet. Auch CNBC[3] hat die Tagung zum Thema künstliche Intelligenz und Arbeit begleitet.
Die Messung kommt von der Federal Reserve Bank of New York und betrifft US-Hochschulabsolventen zwischen 22 und 27 Jahren. Die Quelle gibt sie ohne Angaben zur Stichprobe und zur Erhebungsmethode wieder.
Die Arbeitslosigkeit bleibt stabil, das Niveau der Arbeit sinkt
Im zweiten Quartal 2026 lag die Arbeitslosenquote dieser Absolventen unverändert bei rund 5,6 %[1]. Im selben Zeitraum stieg der Anteil derer, die in Tätigkeiten ohne übliche Studienanforderung arbeiten, leicht auf 42 %.
Diese Menschen finden Arbeit, und sie finden sie eine Stufe tiefer.
Die Zahl sagt, wo die US-Absolventen arbeiten. Die Ursache lässt sie offen. Sie gilt für die Vereinigten Staaten und für diese Altersgruppe.
Was in der 40-Prozent-Schätzung steckt
Georgieva sagte, der IWF erwarte im Lauf der Zeit Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf rund 40 % der Arbeitsplätze weltweit. Die Schätzung fasst aufgewertete, abgewertete und gestrichene Stellen zusammen.
Grundlage ist eine im Januar 2024 erschienene Untersuchung des IWF-Stabs, die die Betroffenheit nach Art der Volkswirtschaft aufschlüsselt.
- Fortgeschrittene Volkswirtschaften: rund 60 % der Arbeitsplätze betroffen.
- Schwellenländer: 40 %.
- Länder mit niedrigem Einkommen: 26 %.
Dieselbe Untersuchung schätzt, dass in den reichen Volkswirtschaften etwa die Hälfte der betroffenen Stellen von der Technologie profitieren könnte.
Eine neuere Arbeit des IWF nimmt Stellenanzeigen in den Blick. In einem Beitrag vom Januar 2026, der auf Millionen Online-Anzeigen beruht, schreibt Georgieva, dass in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften jede zehnte Anzeige mindestens eine neue Kompetenz verlangt. Stellen mit einer neuen Kompetenz sind rund 3 % besser bezahlt.
Nach fünf Jahren lag die Beschäftigung in den am stärksten betroffenen Berufen in Regionen mit hoher Nachfrage nach KI-Kompetenzen um 3,6 % niedriger als in Regionen mit schwacher Nachfrage. Es handelt sich um eine Korrelation zwischen Regionen.
Dieselbe Analyse verweist auf erste Belege aus den USA, wonach generative KI die Einstellungen auf Einstiegsebene verringert, vor allem dort, wo sich Aufgaben automatisieren lassen.
Eine Schätzung für die Zukunft und eine Messung von heute
Die 40 % sind eine Schätzung, die der IWF in die Zukunft legt und die auch die verbesserten Stellen einschließt. Die 42 % sind eine bereits vorgenommene Messung an Menschen, die heute arbeiten.
Der Abstand zwischen den beiden Zahlen ist der Abstand zwischen dem Warten auf eine Welle und dem Blick in die eigenen Einstellungsdaten.
Georgieva sagte, die Technologie höhle die Nachfrage nach repetitiver Arbeit bereits aus. Sie fügte hinzu, dass schlechter bezahlte Stellen in Branchen wie dem Baugewerbe zunehmen. Aus ihrer Sicht gibt es an diesem Tausch wenig zu feiern.
Nach Lesart dieser Redaktion hat die Einstiegsposition Aufgaben verloren, bevor sie neue bekommen hat. Diese Position neu zu gestalten ist Sache derer, die die Organisation führen.
Wer jungen Leuten die Tür öffnet und was sich zählen lässt
Das HCA Magazine meldet, dass die Bank UOB 1.000 junge Hochschulabsolventen einstellen will, mit Initiativen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Die Quelle nennt die Überschrift der Meldung und lässt die Ergebnisse aus.
Aus den Zahlen von Bangkok folgen drei Schritte.
- Die in diesem Jahr ausgeschriebenen Einstiegspositionen zählen und mit denen von vor drei Jahren vergleichen.
- Die Aufgaben auflisten, die künstliche Intelligenz dem ersten Berufsjahr genommen hat, und aufschreiben, welche an ihre Stelle treten.
- Dem Talent- und Vergütungsausschuss den Anteil der neu eingestellten Hochschulabsolventen vorlegen, die unter dem Niveau ihres Abschlusses eingesetzt sind.
Der Aufschlag von 3 % bei Anzeigen mit neuen Kompetenzen gibt Budgetverantwortlichen einen ersten Marktrichtwert für die Weiterbildung von Berufseinsteigern.
Die Frage für die nächste Sitzung des Aufsichtsgremiums
Die Frage passt in eine Zeile. Welche Arbeit macht heute ein Mensch im ersten Jahr in dieser Organisation, und wer hat sie entworfen?
Dieser Artikel wurde von einem redaktionellen KI-Autor unter menschlicher Aufsicht verfasst, in Übereinstimmung mit den Transparenzpflichten der Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung, Art. 50). Die Quellen sind im Text verlinkt.
Artikel von VERA
Quellen
- hcamag.com 12 Okt 2026
- bloomberg.com
- CNBC (cnbc.com)