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Der geschlossene Kreislauf der KI-Investitionen: Die BIS legt Zahlen vor

7. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit · AG-0631
Das Wichtigste in Kürze
  • Zwischen 2021 und 2025 stammen 55,2% des zufließenden Kapitals in Unternehmen der künstlichen Intelligenz von anderen KI-Unternehmen, so das BIS Bulletin 137 vom 1. Oktober 2026.
  • 28,7% des Werts der von KI-Unternehmen abgeschlossenen Investitionsgeschäfte richten sich auf ein anderes KI-Unternehmen.
  • 16,1% der AI-to-AI-Geschäfte nach Anzahl und 46,4% nach Wert umfassen zusätzlich eine kommerzielle Lieferbeziehung zwischen Investor und Beteiligungsunternehmen.
  • Die BIS schreibt diesen zirkulären Verflechtungen eine wirtschaftliche Logik zu (Sicherung kritischer Vorleistungen, Abbau von Informationsasymmetrien) und nennt zugleich makroökonomische Risiken und wachsende Intransparenz.
  • Vorläufer desselben Mechanismus: die britischen Eisenbahnen von 1847, die japanischen Überkreuzbeteiligungen von 1985-1989 und die Kundenfinanzierung von Lucent Technologies zwischen 1998 und 2000.

Im Oktober 1847 setzte die britische Regierung den Bank Charter Act aus. Die englischen Eisenbahngesellschaften riefen Kapital in Raten ab, und die Aktionäre bezahlten diese Raten mit Bankkredit. Die Nachfrage nach Schienen entstand aus denselben Händen, die sie finanzierten.

Als die Banken Bargeld verlangten, kam der Kreislauf innerhalb weniger Wochen zum Stehen. Fast einhundertachtzig Jahre später kehrt dieselbe Figur zurück, vermessen in Aufsichtstabellen.

Die zirkulären Investitionen in künstliche Intelligenz haben nun eine offizielle Zahl, und diese Zahl beschreibt einen geschlossenen Kreislauf.

Die Zahl, die die BIS in eine Tabelle gebracht hat

Am 1. Oktober 2026 veröffentlichte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich acht Seiten über die zirkulären Verflechtungen zwischen Unternehmen der künstlichen Intelligenz. Zwischen 2021 und 2025 stammen 55,2% des zufließenden Kapitals in KI-Unternehmen von anderen KI-Unternehmen, wie das Bulletin 137 der BIS[1] dokumentiert. 28,7% des Werts der Geschäfte, die diese Unternehmen abschließen, richten sich auf ein anderes KI-Unternehmen.

Das Dokument trägt die Unterschrift von fünf Ökonomen der Währungsabteilung: Jon Frost, Rudraksh Kansal, Kumar Rishabh, Vatsala Shreeti und Leanne Si Ying Zhang. Neben dem Text veröffentlicht die BIS die Excel-Datei mit den Daten hinter den Grafiken.

Wer Kapital verwaltet, sollte diese Datei herunterladen, bevor er den Kommentar der Presse liest.

Das Finanzmedium 24/7 Wall St. griff die Zahl am 3. Oktober 2026 auf und titelte über die KI-Geldmaschine[2].

Wer finanziert, verkauft auch

Die entscheidende Passage des Bulletins betrifft die Überschneidung von Kapital und Lieferbeziehung. 16,1% der AI-to-AI-Geschäfte nach Anzahl und 46,4% nach Wert umfassen eine Geschäftsbeziehung zwischen dem Investor und dem Empfänger der Investition.

Der Mechanismus läuft so. Wer Rechenleistung produziert, investiert in das Labor; das Labor verwendet dieses Geld, um Rechenleistung zu kaufen; der Umsatz landet wieder in der Gewinn- und Verlustrechnung des Investors. Derselbe Euro erscheint dreimal: als Kapital, als Ausgabe und als Umsatz.

Die Autoren erkennen die wirtschaftliche Logik dieser Verflechtungen an: Sie dienen dazu, kritische Vorleistungen zu sichern und die Informationsasymmetrien zwischen Investoren und Erbauern abzubauen. Im selben Absatz nennen sie den Preis: makroökonomische Risiken und wachsende Intransparenz.

Die Intransparenz hat eine praktische Wirkung auf die Aufsicht. Eine Aufsichtsbehörde, die auf die Konzernabschlüsse schaut, sieht Nachfrage; die entscheidende Angabe lebt in den Anhängen zu den Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und kommt mit Monaten Verzögerung. Die BIS fordert, dorthin zu schauen.

Drei Vorläufer ergeben ein Muster

In Tokio hielten zwischen 1985 und 1989 die Überkreuzbeteiligungen zwischen Banken und japanischer Industrie den Streubesitz des Aktienmarkts fest. Der Nikkei erreichte am 29. Dezember 1989 38.915 Punkte und sah das Zyklustief bei rund 7.000 Punkten im März 2009.

In New Jersey verlieh Lucent Technologies zwischen 1998 und 2000 Geld an die Telefonbetreiber, die seine Geräte kauften, und verbuchte diese Verkäufe als Umsatz. Die Aktie verlor zwischen 1999 und 2002 über 90% ihres Werts.

In allen drei Fällen stimmt die Abfolge überein. Die interne Finanzierung bläht die ausgewiesene Nachfrage auf, und die ausgewiesene Nachfrage rechtfertigt neue Schulden. Der externe Kredit kommt zuletzt und geht zuerst.

Drei Vorläufer genügen, um es ein Muster zu nennen.

Zyklus oder Struktur

Die Unterscheidung wiegt bei der Allokation. Die Zirkularität des Kapitals gehört zum Zyklus, mit einer historischen Dauer zwischen drei und sieben Jahren, und sie löst sich auf, sobald externe Kunden in Bargeld bezahlen. Die Konzentration der Rechenleistung gehört zur Struktur, sie bemisst sich in Jahrzehnten und überlebt die Auflösung.

Der Markt behandelt beides als eine Sache und bepreist beides als Wachstum. Die BIS trennt sie, und die Trennung verändert das Handwerk derer, die Risikomodelle schreiben. Der Internationale Währungsfonds behandelt die Investitionen in künstliche Intelligenz als Posten des globalen Wachstums; die BIS zeigt, welcher Anteil dieses Postens im Kreis läuft.

Ein Portfolio, das auf dem Zyklus aufbaut, kauft den Rücksetzer und wartet. Ein Portfolio, das auf der Struktur aufbaut, kauft Fabs, Energie und Lithografie und akzeptiert zehn Jahre Horizont.

Drei Konsequenzen für das Kapital

Die Messung der BIS übersetzt sich in drei Schritte mit unterschiedlichen Horizonten.

  1. Umsatzqualität: den Anteil des Umsatzes messen, der von verbundenen Gegenparteien kommt.
  2. Private Credit: die Exponierung der Portfolios gegenüber den Schulden der Rechenzentren kartieren.
  3. Physische Souveränität: Fabs, Lithografie und Energie bleiben der Flaschenhals.

Der erste Schritt betrifft die Umsatzqualität: jedes Beteiligungsunternehmen fragen, welcher Anteil des Umsatzes von Kunden kommt, die zugleich Aktionäre oder Lieferanten sind. Die Angabe existiert in den Verträgen und fehlt in den Pressemitteilungen. Wer sie vor den anderen erhält, gewinnt sechs Monate Vorsprung.

Der zweite betrifft das Private Credit, das die Rechenzentren finanziert, wo sich das Risiko weit entfernt von den Aktienbewertungen bündelt. Ein Chief Risk Officer, der die KI-Exponierung mit dem Beta der Technologieaktien misst, schaut an den falschen Ort.

Der dritte betrifft das Narrativ, das Finanzvorstände den Investoren vortragen. Ein Wachstum, das als Marktnachfrage beschrieben wird und zur Hälfte aus verbundenen Gegenparteien besteht, altert in achtzehn Monaten schlecht.

Die drei Schritte haben unterschiedliche Horizonte: zwölf Monate der erste, vierundzwanzig der zweite, sechsunddreißig der dritte.

Die Position dieses Desks

Das Risiko der KI-Investitionsausgaben lebt in dem Kredit, der sie finanziert, und das Bulletin 137 macht es buchhalterisch greifbar. Der Markt bepreist die Bewertungen; die Fragilität sitzt in den Bilanzen derer, die den Rechenzentren Geld leihen.

Es gibt ein Gegenargument, und es verdient Respekt. Die zirkulären Beziehungen dienen dazu, knappe Vorleistungen zu sichern: Wer in den Kunden investiert, sichert die Lieferung von Chips, Energie und Kapazität, so wie es die integrierten Stahlwerke des zwanzigsten Jahrhunderts taten. Diese Lesart hält, solange die Endnachfrage in Bargeld bezahlt.

Zwei Daten würden diese Position verändern. Ein Anteil der AI-to-AI-Investitionen, der in der nächsten Aktualisierung der BIS unter 40% fällt, würde das Bild verändern. Zusammen mit zweistellig wachsenden Umsätzen gegenüber Drittkunden würde er einen Sektor beschreiben, der auf eigenen Beinen geht.

Die Prognose

Prognose: Bis zum 30. September 2027 veröffentlicht die BIS oder das Financial Stability Board ein zweites Dokument über die Exponierung der Banken gegenüber KI-Unternehmen und Rechenzentren. Das Dokument fordert dedizierte Aufsichtsdaten. Confidence: 72%. Horizont: 358 Tage.

Prüfindikator: der Bereich publications auf der Website der BIS und der Berichtskalender des FSB. Widerlegungssignal: Der 30. September 2027 kommt mit null Veröffentlichungen von BIS oder FSB über die Kreditexponierung gegenüber KI-Unternehmen und Rechenzentren.

What to watch:

Drei Indikatoren tragen oder zerlegen diese Lesart in den kommenden zwölf Monaten. Sie sind gemeinsam zu lesen, weil jeder einzeln genommen ambig bleibt.

  • Der Anteil der Umsätze der großen Rechenleistungsunternehmen, der von Kunden kommt, an denen sie beteiligt sind, Quartal für Quartal.
  • Die Spreads im Private Credit rund um Rechenzentren, verglichen mit dem allgemeinen High Yield.
  • Die nächste Aktualisierung der BIS zum Anteil der AI-to-AI-Investitionen, erwartet über oder unter 40%.

Die Divergenz zwischen ausgewiesener Nachfrage und eingenommenem Bargeld löst sich immer auf. Die Frage ist, wie und in welcher Bilanz. Wer das Bulletin 137 jetzt liest, hat ein Jahr Vorsprung auf die Risikomodelle, die die Zirkularität noch ignorieren.

Dieser Artikel wurde von einem KI-Redaktionsautor unter menschlicher Aufsicht erstellt, in Übereinstimmung mit den Transparenzpflichten der Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung, Art. 50). Die Quellen sind im Text verlinkt.

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